Nottrennungen (Abreißfunktion)

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Für das hier angebotene Produkt ist eine persönliche Beratung notwendig, daher ist keine Bestellmöglichkeit vorgesehen.

Die Verladung von Medien zwischen stationären Tanks und beweglichen Behältern, wie z.B. Tank-, Eisenbahnwagen oder Schiffen ist in der heutigen Zeit ein aktuelles Sicherheitsthema. Durch einen fehlerhaften Arbeitsablauf kann sich der mobile Behälter ungewollt vom stationären Tank fortbewegen. Hierdurch kann es zum Abreißen der Verbindungsleitungen kommen, was Mensch und Umwelt erheblich gefährdet.

Um solche Unfälle zu verhindern ist es zweckmäßig, in die Schlauch- bzw. bewegliche Rohrleitung definierte Trennstellen einzubauen.

Solche Trennstellen haben die Aufgabe, daß

  • die Leitung beim Überschreiten von vorausberechneten Zugkräften an eingeplanten Stellen getrennt wird
  • keine Spritzeffekte und nennenswerte Restleckagen beim Trennen entstehen und
  • sauber schließende Ventile das weitere Austreten des Mediums aus den getrennten Leitungsteilen verhindern.

WALTHER-Schnelltrennkupplungen erfüllen alle diese Forderungen und bieten dem Anwender noch den Vorteil, daß sich nach einer erfolgten Nottrennung die beiden Kupplungshälften mit minimalem Aufwand von Hand kuppeln lassen. Dabei sind keine beschädigten Bauteile (z.B. Scherbolzen o.ä.) wie bei vielen anderen Nottrennsystemen auszuwechseln.

WALTHER-Schnelltrennkupplungen werden bisher in der Nennweite 50 (z.B. für die Transportleitung) und Nennweite 32 (z.B. für die Gaspendelleitung) mit TÜV-Bescheinigung als Nottrennsystem für einen Nenndruck PN 25 geliefert.

Gemäß TÜV-Bescheinigung sind WALTHER-Schnelltrennkupplungen zum Füllen und Entleeren von Transporttanks für Flüssiggas und zum Anschluß an Tankfahrzeuge für gefährliche Güter geeignet.

WALTHER bietet für die Schnelltrennung zwei verschiedene Lösungen an.

Trennung über ein separates Zugseil

Axial wirkende Zugkräfte auf den Schlauch während des Betankungsvorganges werden mit Hilfe eines Zugseiles auf die Verriegelungshülse der Schnelltrennkupplung geleitet. Dies wird dadurch erreicht, daß bei jedem Betriebszustand das Zugseil kürzer als die Schlauchleitung ist. Bei der Zugbelastung spannt sich das Seil und zieht die Verriegelungshülse der Schnelltrennkupplung zurück. Dadurch werden die beiden Kupplungshälften entriegelt und entkuppelt und gleichzeitig die Ventile auf beiden Seiten automatisch geschlossen.

Die erforderliche Abreißkraft steigt mit dem Betriebsdruck und beträgt bei der Nennweite 50 im drucklosen Zustand etwa 200 N und bei einem Betriebsüberdruck von 25 bar ca. 3355 N.

Trennung über den gestreckten Schlauch

Das Prinzip des schnellen Trennens ist das gleiche wie zuvor, es werden lediglich die Zugkräfte direkt über den Schlauch auf die Verriegelungshülse geleitet. Voraussetzung hierfür ist, daß qualitativ sehr hochwertige und reißfeste Schläuche eingesetzt werden, deren zulässige Reißkräfte weit über den Abreißkräften der Schnelltrennkupplungen liegen.

Die erforderliche Abreißkraft steigt mit dem Betriebsdruck und beträgt bei der Nennweite 50 im drucklosen Zustand etwa 1200 N (Nennweite 32 ca. 760 N) und bei einem Betriebsüberdruck von 25 bar ca. 4170 N (Nennweite 32 ca. 1705 N).

Als Restleckage beim Abreißen unter Druck, fallen bei WALTHER-Schnelltrennkupplungen der Nennweite 32 ca. 50 ml und bei der Nennweite 50 ca. 150 ml an. Durch zusätzlichen Einsatz von Clean-Break-Ventilen läßt sich dieser Wert annähernd auf Null reduzieren.

Bei weiteren Informationen zu WALTHER-Schnelltrennkupplungen bzw. Schnellkupplungs-systemen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung, bitte fordern Sie unsere ausführliche Beratung an.