Dynamische Belastungen

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1.

Liegen im gekuppelten oder entkuppelten Zustand von Verschlusskupplung und/oder Verschlussnippel stark pulsierende Drücke oder sogar zeitlich eng aufeinander folgende Druckspitzen vor, so sind die Höchstwerte der Druckwellen bzw. Druckspitzen im Eingabefeld dieser Zeile einzutragen. Das Berechnungsprogramm erhöht dann diesen „Spitzendruck“ noch um Faktor 1,5 und wählt mit dem errechneten „Auslegungsdruck“ die Kupplungsteile aus. Dieses Vorgehen bei der Auslegung kann gegenüber der Realität zu pessimistisch (z.B. bei langsam an- und abschwellenden Drücken würde Faktor 1,2 genügen) oder zu optimistisch (z.B. bei regelrechten Druckschlägen können Druckspitzen entstehen, für deren richtige Berücksichtigung selbst ein Faktor 2 nicht ausreicht!) sein. Der in das Berechnungsprogramm an dieser Stelle eingebaute Faktor 1,5 führt also nur zu einer ungefähr passenden Auslegung, da es keine genormten Berechnungsverfahren oder -zuschläge für dynamische Belastungen gibt. Wenn Sie eine genauere Auslegung wünschen, nennen sie uns bei einer Kontaktaufnahme alle Auslegungs- und Randbedingungen der Anwendung für eine optimale Auslegung. Zusätzlich zur reinen drucktechnischen Auslegung ist es bei mit hoher Frequenz pulsierenden Drücken und bei häufigen Druckspitzen bzw. Druckschlägen sinnvoll Verschlusskupplungen und Verschlussnippel mit lagefixierten Ringkolbenventilen oder Clean-Break-Ventilen zu wählen.

 

2. Sind Schnellverschlusskupplungen im gekuppelten Zustand starken mechanischen Beschleunigungen und/oder Schwingungen ausgesetzt (z. B. an Maschinen, Werkzeugen oder Fahrzeugen, die Stößen oder niederfrequenten Schwingungen unterliegen), so sind für die Auswahl der Schnellverschlusskupplungsverbindung folgende Punkte zu beachten:

 

2.1 Falls die Schnellverschlusskupplungsverbindung aufgrund Ihrer Einbaulage mit starken Stößen oder Schwingungen mit axialer Komponente beansprucht wird, so sind Ringkolbenventile oder Clean-Break-Ventile vorzusehen, die im gekuppelten Zustand in engen Toleranzen endlagefixiert sind (siehe auch Hinweise unter Ringkolbenventile) Kann die Kupplungsverbindung in einer Einbaulage montiert werden, die die axialen Beschleunigungen und/oder Schwingungen reduziert bzw. vermeidet, so sollte dies berücksichtigt werden.

 

2.2 Verriegelungshülsen sollten zur Vermeidung einer axialen Öffnungsbewegung durch hohe Beschleunigungskräfte mit axialer Komponente mit einer formschlüssigen Entriegelungssicherung (SI) gesichert werden, die den unbeabsichtigten Entriegelungshub selbst bei 10- bis 30-facher Erdbeschleunigung vermeiden. Bei Unsicherheit, welche Maßnahmen zur Vermeidung einer unbeabsichtigten Entriegelung getroffen werden sollten, bitten wir um Kontaktaufnahme